Sprachmodelle revolutionieren die Suchmaschinen von morgen

Aktualisiert: Mai 20



Das Sprachmodell GPT-3 wird im Bereich Textverständnis durch Künstliche Intelligenz gerade heiß diskutiert. Schon lange wird daran gearbeitet, Computern das Verständnis der menschlichen Sprache anzutrainieren. Wenn die Technologie in Sprüngen voranschreitet, kommt das dann aber auch schnell in der breiten Öffentlichkeit an. So gibt es diverse Zeitungsartikel, die komplett von GPT-3-Algorithmen geschrieben wurden oder Twitter Accounts, deren Inhalt nur mit GPT-3 erstellt werden (was in vielen Fällen intelligenter wirkt, als das, was sonst so bei Twitter passiert).


Das MIT Technology Review hat kürzlich einen Artikel darüber veröffentlicht, wie Sprachmodelle die Funktionsweise von Suchmaschinen revolutionieren werden.

Wir bei Recobo leben diese Zukunft schon heute. Verständnis von Sprache allgemein und die Spezialisierung auf Fachwissen mit KI ist unsere Welt.


Wie Suchmaschinen arbeiten


Seit die größte Suchmaschine der Welt Google 1998 erfunden wurde, hat sich an der Funktionsweise der Websuche wenig geändert. Algorithmen lesen sich durch das Internet (crawlen) und indizieren die Inhalte. Mit Hilfe eines Algorithmus werden die Seiten, die am besten auf die Suchbegriffe passen, gerankt. Der Ranking-Algorithmus wurde immer weiter verfeinert, aber das Grundprinzip hat sich seit 30 Jahren nicht geändert. Das Problem ist, dass selbst die besten Suchmaschinen heute immer noch nur mit Keywords arbeiten und mit einer Liste von Dokumenten antworten. Die passenden Keywords muss man sich vorher überlegen und die gewünschten Informationen aus der Ergebnisliste zusammensuchen. Daran will Google nun arbeiten und hat einen Vorschlag veröffentlicht, wie man mit Hilfe von Sprachmodellen, das Sucherlebnis auf eine neue Ebene heben kann. Das Ziel ist, eine Suchmaschine zu haben, die sich anfühlt als würde man mit einem Experten sprechen. Hierfür werden künstliche Sprachmodelle wie GPT-3 eingesetzt. Diese „verstehen“ die gelesenen Texte genauso wie die eingegebene Frage und generieren aus den Informationen dann klare Antwort.


Was sind Sprachmodelle?


Die Forschung an Maschinen, die Sprache verstehen und benutzen können, ist so alt wie die KI-Forschung an sich. Zum Beispiel entstand der erste Chatbot ELIZA bereits 1966. Doch erst in der letzten Dekade gab es signifikante Durchbrüche im Bereich der Sprach-KI’s, besonders im Jahr 2019, als OpenAI seine mächtige Sprach-KI GPT-2 vorstellte. Diese KI generiert glaubwürdige Textpassagen nur mit Hilfe von zwei bis drei einleitenden Sätzen.

2020 wurde das Nachfolgemodell GPT-3 vorgestellt, welche mehr als 100 Mal so viele Parameter für ein noch besseres Sprachverständnis nutzt.


Wie können diese Sprachmodelle Suchmaschinen revolutionieren?


Die nächste Generation der Suchmaschinen muss es schaffen, eine eingegebene Frage zu verstehen, auch wenn man sie auf verschiedene Arten stellt.

Das kennt man heutzutage ja schon von Alexa und Siri und OK Google.

Um eine Antwort zu finden, sollte der Algorithmus nicht nur Keywords suchen, sondern auch die Texte der möglichen Ergebnisse verstehen. Und schließlich sollte auch ein Ergebnis erzeugt werden, das eine klare Antwort ist und vielleicht aus mehreren Quellen zusammengesetzt wird.

Sprachassistenten wie Alexa und Siri machen das schon in ihren typischen Anwendungsgebieten. Man merkt aber, wo sie an ihre eng gesteckten Grenzen stoßen, sobald sie mit „ich habe das hier im Netz dazu gefunden“ antworten.

Hier werden mit immer mehr Text- und Context-Verständnis die Grenzen kontinuierlich erweitert.


Was macht Recobo?


Bei Recobo wenden wir dieses Konzept gezielt auf die Arbeitswelt an.

Die Menge an Informationen wächst weltweit kontinuierlich an. Fachwissen ist überall dokumentiert. In der modernen Welt ist das Vorhandensein von Information aber nicht ausreichend. Man muss auch das richtige Wissen zur richtigen Zeit finden.

Generische Such-Algorithmen auf Basis natürlicher Sprache sind spannend, sobald es sich um professionellen Einsatz handelt, muss die Suchmaschine aber nicht nur allgemeinen Text verstehen, sondern spezifisches Branchen- und Fachwissen beherrschen.


Für uns bei Recobo war daher klar, dass wir nicht auf starre Modelle setzen können, sondern wir haben unsere KI so aufgebaut, dass frei verfügbare Sprachmodelle mit Branchenwissen mit eingebaut und von jedem Kunden individuell an sein Business angepasst werden können.


Außerdem reicht es bei professionellen Fragestellungen zum Beispiel im Sicherheits- oder Compliance-Bereich nicht, einfach nur eine Antwort zu bekommen.

Um diese Information auch rechtssicher nutzen zu können, sollte man immer die Möglichkeit haben, auf die ursprüngliche Quelle der Information zu kommen. Recobo liefert auf fachliche Fragen die passende Antwort, aber auch immer den Absprung zum Original-Dokument an genau die Stelle, von der die Antwort generiert wurde.


Zusammenfassend kann man sagen, dass Sprachmodelle wie GPT-3 die Art wie wir Informationen suchen und finden werden, revolutionieren wird. Computer lassen sich hierüber mit dem schon vorhandenen Wissen füttern. Eine künstliche Intelligenz lernt hier nicht auf mysteriöse besorgniserregende Weise, sondern indem sie die Dokumente liest und versteht, die auch wir Menschen als Informationsquelle nutzen.

Der Computer trifft hiuer keine Entscheidungen für mich und nimmt mir die Kontrolle ab, sondern wird zum beratenden Experten und Assistenten, der mir schnell und zuverlässig die Informationen liefert, die ich brauche.


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